Wer wir sind

Die Mitte ist überall - Nietzsche

Die Mitte ist überall – Nietzsche

Im Zentrum der Arbeit von emerge bewusstseinskultur steht die Kultivierung von neuen Formen unseres kreativen und kommunikativen Zusammenseins. Formen, die es uns erlauben, mit der Universalität und Lebendigkeit des Lebens selbst verbunden zu sein. Der westliche Individualismus ist die Grundlage eines verantwortungsvollen und selbstbestimmten Lebens, aber auch eine Ursache der Entfremdung von uns selbst, von anderen und von der Natur. Es ist eine Entfremdung, die droht, unsere Welt zu zerstören.

Wir sehen uns als Pioniere eines trans-individuellen Kulturpotenzials. Eine wahre ko-kreative Kultur braucht von uns neue Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten werden zwischen Menschen lebendig, die Bewusstsein als ein ungeteiltes Ganzes erfahren und sehen, welches kreative Potenzial in der Vielzahl unserer unterschiedlichen Perspektiven liegt.

Indem wir dieses Potenzial entwickeln, entsteht Raum für die kreative Auflösung der Polarität zwischen Einheit und Vielheit. Dieses Bewusstsein llegt die Basis für die Kultur eines neuen Miteinanders.

Mit unseren Programmen, unserer Praxis, unseren Veranstaltungen, Seminaren, Medien und Retreats laden wir Menschen, die nach tiefer Transformation suchen, ein, sich einzubringen und mit uns gemeinsam die Potenziale dieser neuen Bewusstseinskultur zu erforschen und zu entwickeln.

Der Verein emerge bewusstseinskultur versteht sich als lebendiges Miteinander seiner Mitglieder: im ständigen ko-kreativen Dialog und in Verbundenheit durch eine spirituelle Praxis der Meditation. Wir sehen uns als Teil einer Bewegung, in der sich Menschen begegnen, die dem „Geist in der Welt“ eine neue, lebendige Ausrichtung geben – durch ihre persönliche Entwicklung, durch eine neue Sicht auf die Welt und einer neuen Kultur des bewussten Dialogs.

Unsere Geschichte

emerge bewusstseinskultur ist eine Weiterführung aber auch ein Bruch mit unserer früheren Arbeit in EnlightenNext. Viele von uns waren Schüler von Andrew Cohen, dem Gründer der spirituellen Gemeinschaft und des Netzwerkes EnlightenNext oder waren inspiriert von seiner Vision eines kollektiven, evolutionären Erwachens zwischen Menschen. Jeder von uns kam zu dieser Arbeit über verschiedene Lebenswege. Einige waren Aktivisten, die helfen wollten, das Ungleichgewicht in der Welt auszubalancieren. Andere haben Wege gesucht, Spirit jenseits des Meditationskissens, des Klosters oder tiefen Retreat-Erfahrungen in die Welt zu bringen. Andere wollten einfach neue Wege des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens finden. Und wieder andere sind einem starken Ruf nach Freiheit und tiefer Verbundenheit mit dem Leben gefolgt.

Auch unsere HigherWe-Arbeit hat in dieser Zeit ihren Ursprung. Wir sind Andrew Cohen dankbar, der den Kontext geschaffen hat, in dem dies entstehen und in dem wir so viel für unsere Arbeit lernen konnten. Wir sind auch dankbar für die vielen Menschen – spirituelle Brüder und Schwestern – die so viel gegeben haben, aus ganzem Herzen und aus tiefster Seele, um ein Bewusstsein dieses kollektiven Feldes zu schaffen. Wir alle waren zutiefst inspiriert von der Erkenntnis, wie viel Potenzial in der Kultivierung neuer, bewusster Wir-Räume steckt. Eine tiefe Öffnung zu einer kollektiven Intelligenz, die über 20 Jahre auch zum besten Teil unserer Arbeit in EnlightenNext gehörte. Als sich Andrew Cohen 2013 in ein Sabbatical zurückzog, um Themen seiner Integrität bezüglich seiner Arbeit als spiritueller Lehrer anzuschauen, haben sich einige seiner Schüler unter der Leitung von Thomas Steininger, einem langjährigen HigherWe-Trainer, entschlossen, diese Arbeit weiterzuführen und weiterzuentwickeln.

Der Weg war nicht leicht. Einige frühere Beteiligte haben aus unterschiedlichen Gründen andere Wege eingeschlagen: Einige hatten das Bedürfnis, ihre eigene Entwicklung in einer unabhängigeren Weise weiterzuverfolgen. Zur gleichen Zeit kamen auch neue Menschen zu unserer Arbeit. Wir wollten aus den Fehlern bei EnlightenNext lernen und die Tiefe und das Potenzial, das wir gemeinsam erfahren hatten, auf neue Weise weiterentwickeln, außerhalb des Guru-Kontexts, in dem sie ursprünglich entstanden sind. Ein Teil von emerge bewusstseinskultur ist auch eine „spirituelle Weggemeinschaft“, die einige von uns im Sommer 2015 gegründet haben, um unserer Bewusstseinsarbeit auch als gemeinsames Lebensprojekt eine tiefe spirituelle Basis zu geben.

emerge bewusstseinskultur lebt von der lebendigen Qualität eines intersubjektiven Feldes, das wir HigherWe nennen — ein Feld, das darauf aufbaut, dass wir gleichzeitig unser Vertrauen ineinander und unsere Vertrauenswürdigkeit entwickeln. Was uns immer wieder Kraft und Inspiration gibt, ist das Potenzial dieses lebendigen und kreativen Bewusstseinsfelds, das Menschen miteinander kultivieren können und das unserer Arbeit bei emerge bewusstseinskultur eine moderne, spirituelle Grundlage gibt.

Das Vision Team

Die Aufgabe des Vision Teams besteht darin, die Vision und die konkrete Arbeit unserer Organisation immer wieder neu in Übereinstimmung zu bringen. Thomas Steininger und Elizabeth Debold schaffen in dieser Rolle, die man auch als „Bewusstseinsarchitekt“ verstehen kann, immer wieder die Voraussetzungen für den kreativen Dialog und eine lebendige HigherWe-Kultur.

Dr. Thomas Steininger

Ich verstehe mich als Philosoph. Bei emerge bin ich nicht nur Teil des Vision Teams, sondern auch Herausgeber des evolve Magazins. Ich unterrichte in unseren Programmen, leite Retreats und spreche jeden Donnerstag mit unseren Gästen bei Radio evolve. In meinen „vergangenen Leben“ arbeitete ich als Journalist beim Radio Sender Österreich 1 und als Psychotherapeut. Meine Doktorarbeit in Philosophie schrieb ich über Selbsterfahrung und sozialen Wandel mit einem Schwerpunkt auf Ken Wilber und Martin Heidegger. Manchmal scheint es, dass diese Arbeit zum Bauplan meines weiteren Lebens geworden ist. Die Fragen, die mich damals bewegten, bewegen mich noch immer. Seit fast 25 Jahren erforsche ich den Dialog als einen Katalysator der Bewusstseinsentwicklung und kultureller Veränderung. Ich glaube, dass wir durch die Arbeit in emerge, einen kleinen aber entscheidenden Beitrag für eine neue Bewusstseinskultur leisten können — eine Bewusstseinskultur, die auch zu neuen Antworten in den drängenden globalen Fragen unserer Zeit führen wird.

Dr. Elizabeth Debold

Ich bin bei emerge Teil des Vision Teams und leite unsere globalen (englischsprachigen) Programme und Kooperationen. Ich bin in der Redaktion des evolve Magazins, wo ich in jeder Ausgabe auch Artikel zur Gender-Frage schreibe. Gender und sozialer Wandel begleiten mich als Schwerpunkt schon über vier Jahrzente. In der ersten Zeit war ich in der Frauenrechtsbewegung aktiv und studierte an der Harvard University Entwicklungspsychologie. Ich wollte besser verstehen, wie männliche und weibliche Identität entsteht. Heute bin ich zu dem Verständnis gekommen, dass Gender-Identitäten völlig mit unseren sozialen Systemen — Wirtschaft, Medien, Wohlstands — und ethnische Hierarchien, Kulturen und Religionen verwoben sind. Mein tiefes Interesse besteht darin, kulturelle Biotope zu schaffen, in denen unterschiedliche Menschen zusammenfinden, um ein neues kreatives Potenzial zwischen uns zu erforschen. Die emerge Programme versuchen dem eine lebendige Wirklichkeit zu geben.

Das Leitungsteam

Das Leitungsteam von emerge bewusstseinskultur besteht aus vier Mitgliedern, die gemeinsam die Geschicke des Vereins lenken und gleichzeitig die Verantwortlichkeit für spezifische Bereiche tragen:

Thomas Steininger: Strategische Leitung

Siehe oben für Bio.

Elizabeth Debold: Internationale und kulturelle Programme

Siehe oben für Bio.

Marlene Potthoff: Verantwortlich für Dialog-, HigherWe und Meditations-Programme sowie Retreats

Ich bin zuständig für die Programmangebote von emerge bewusstseinskultur. Die Frage, wie Umweltschutz und gesellschaftlicher Wandel mit aktiv gelebter moderner Spiritualität einhergehen können, beschäftigt mich seit meiner Jugend. Beruflich setze ich mich für gelebten Klimaschutz ein, daneben inspiriert mich die Lebendigkeit des Bewusstseinsfeldes zwischen uns und der Wunsch nach tiefem menschlichem Miteinander. Inneres Loslassen in der Meditation und die Begeisterung an ko-kreativem Denken und Arbeiten im emerge Dialogprozess sind der Motor meiner Arbeit für eine neue Kultur.

Renata Keller: Verantwortlich für Medien (evolve Magazin und Radio evolve)

Ich schätze meine Arbeit bei evolve aus verschiedenen Gründen: Weil wir hier das Künstlerische, Soziale, Politische und Praktische mit Tiefe und Verbundenheit gemeinsam ständig entwickeln und immer wieder nach neuen Lösungen und Ideen Ausschau halten. Mein Anliegen, den tieferen Bewusstseinsdimensionen in der Welt seinen Ausdruck zu geben, darf sich einerseits in der dialogischen Zusammenarbeit im Team, mit unseren Lesern und Autoren und andrerseits in meiner gestalterischen Tätigkeit ständig weiterentwickeln.
Schon als junge Frau hat mich die Frage der inneren Freiheit beschäftigt, und wie diese in Verbindung mit anderen authentisch gelebt werden kann. Diese Frage erforsche und vertiefe ich immer noch, auch bei emerge und evolve auf experimentelle Art und Weise und in meiner Arbeit als Filmemacherin und Salongastgeberin.
Ich liebe die kreative Dialogarbeit, die auch stark von der Arbeit mit emerge inspiriert ist. Unter anderem hat mich das auch zu der Gründung des Projektes Whatisitthatmovesus geführt.

Unsere Leitungsgrundsätze

Wir sehen die Leitung des Vereins gleichzeitig auch als Praxis für das, was unsere gemeinsame Vision ist: eine neue Kultur des ko-kreativen Zusammenarbeitens zu schaffen. Deshalb bekennen wir uns auch zu diesen 7 Gestaltungsgrundsätzen für unsere Leitungskultur:

  1. Wir gestalten Leitung dynamisch und auf Entwicklung ausgerichtet, immer auf der Basis der im Moment vorhandenen Informationen.
  2. Wir handeln aus Selbstverantwortung; jede/r handelt im Rahmen seiner/ihrer Funktion autonom.
  3. Wir sprechen Situationen, die für die darin eingebundenen Akteure Fragen aufwerfen, proaktiv an.
  4. Wir verstehen unsere Leitungskultur als Prozess, der größtmöglichen Raum schafft und eine Haltung der lebendigen Präsenz kultiviert, damit sich ein kreativ und produktiv arbeitendes Wir entwickeln kann.
  5. Wir nutzen den emerge Dialogprozess als transparente, ko-kreative Kommunikationsform.
  6. Wir gestalten Entscheidungsprozesse
    • unter Berücksichtigung des Prinzips der natürlichen Hierarchie (= unterschiedliche Erfahrungs- und Wissenskompetenzen der eingebundenen Menschen, die wir anerkennen uns aber auch immer wieder neu ansehen)
    • durch Verteilung von Verantwortung und funktionalen Zuständigkeiten
  7. Wir treffen uns in regelmäßigen Meetings, die spirituelle Praxis einschließen.

Partnerschaften

Die Zusammenarbeit mit geistesverwandten Organisationen und Menschen ist ein wichtiger Bestandteil unserer emerge Kultur. Wir arbeiten mit anderen in vielen Formen z.B. in gemeinsamen Veranstaltungen. Oft wählen wir den Themenschwerpunkt des evolve Magazins so, dass wir damit die Initiativen anderer medial unterstützen können. Unsere Partner sind oft progressive, post-säkulare Organisationen, die wie wir die Rolle des Bewusstseins für die Fragen unserer Zeit betonen.

Die Herbstakademie Frankfurt:

Seit 2006 gibt es die „Herbstakademie Frankfurt“, deren Besonderheit darin liegt, dass sie eine Partnerschaft dreier verschiedener spiritueller Ansätze ist. Das gemeinsame Interesse von Anthroposophen (Jens Heisterkamp von Info3), Vertretern des integralen Ansatzes (Sonja Student von Die Integrale Akademie), der evolutionären Spiritualität (Thomas Steininger von emerge) und anderer Strömungen hat seither Menschen zusammengebracht, die an einer aufgeklärten und weltzugewandten Spiritualität arbeiten wollen und an einem dialogischen Austausch interessiert sind. Die laufende Arbeit der Herbstakademie sowie einzelne Beiträge ihrer Mitglieder werden laufend über die beteiligten Medien und Verlage wie Info3, evolve, die Integralen Perspektiven, und das Online-Radio evolve kommuniziert.
Mehr Informationen: http://www.herbstakademie-frankfurt.de

Neben der Herbstakademie haben wir auch laufende Partnerschafte mit:

Die Integrale Akademie (DIA):

DIA organisiert im deutschsprachigen Raum Veranstaltungen zu allen integralen Themenbereichen von kurzen Abendvorträgen bis zu mehrjährigen Ausbildungen. Ihr Anliegen ist es, das zum Teil noch brachliegende europäische integrale Potenzial zu entdecken.
Mehr informationen: http://www.dia-seminare.org/

Meridian University:

Meridian ist eine kleine Universität in Kalifornien mit einem Fokus auf Psychologie und Pädagogik. Thomas Steininger und Elizabeth Debold unterrichten im Fachbereich der Leadership & Social Transformation des Doktoratsstudiums Pädagogik einen Kurs über „Emerging We-spaces”. Meridian veranstaltet auch in Zusammenarbeit mit dem evolve Magazin Symposien in Deutschland (Berlin).
Mehr informationen: http://meridianuniversity.edu/

Villa Unspunnen:

Die Villa Unspunnen bietet Raum für Kontemplation und Stille für transreligiösen Dialog, Solidarität und aktives Lernen. Im Mittelpunkt der Seminarangebote steht die Entwicklung des Menschen und die Verbindung des Menschen zu seiner eigentlichen Quelle. Annette Kaiser ist spirituelle Lehrerin und spirituelle Leiterin der Villa Unspunnen. Sie ist Autorin mehrerer spiritueller Bücher und hat den „Übungsweg DO“ entwickelt. Seit den 1990er Jahren unterstützt der von ihr präsidierte Verein „Open Hands“ Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika. Als Visionärin einer “Universellen Spiritualität” engagiert sie sich kreativ für EINE Welt – EINE Menschheit – EIN Bewusstsein – lokal/global.
Mehr informationen: http://villaunspunnen.ch/